Internet-Fakes sind lästig. Besonders, wenn man selbst drauf reinfällt. Heute habe ich - wie offenbar viele in den letzten Tagen - ein Kurt Tucholsky zugeschriebenes Gedicht mit dem Titel “Wenn die Börsenkurse fallen” gemailt bekommen und gleich hier veröffentlicht, obwohl auch mir das Wort “Spekulantenbrut” sauer aufgestoßen war. Nicht sauer genug, denn die Idee, der linke Satiriker habe bereits 1930 heutige Ereignisse der Finanzkrise haargenau beschrieben, war zu faszinierend. Und der schnelle Google-recheck reichte nicht. Eine Erkenntnis, die sich jeder Blogger hinter die Ohren schreiben sollte (Helge tat es auch).
Wie die Frankfurter Rundschau schreibt, ist das Gedicht nämlich eine Internet-Legende: “Der Text findet sich ursprünglich auf der Website eines gewissen, ‘freiheitlich’ gesinnten Pannonicus, der mit richtigem Namen Richard G. Kerschhofer heißt, öfter für die deutlich rechts angesiedelte österreichische Zeitschrift “Zeitbühne” schreibt und wohl auch gewisse Sympathien für die FPÖ hegt.” Mehr über die Entstehung und Verbreitung der immerhin ganz passabel gereimten Legende ist hier zu erfahren.
Und wer wissen möchte, wem - auch bei fallenden Börse-Kursen - die Welt gehört und wie Konzerne und Banken ihre Macht missbrauchen und dabei Demokratie, Wohlstand und Umwelt zerstören, ist bei “Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis” richtig: Das neue Buch von Bestsellerautor Klaus Werner-Lobo (”Schwarzbuch Markenfirmen”) erklärt in leicht verständlicher Sprache die Folgen der kapitalistischen Globalisierung für unseren Alltag und zeigt konkret, was jeder und jede von uns gegen Ausbeutung und Diskriminierung tun kann.
Pressestimmen:
“Gut recherchiert, verständlich geschrieben, dazu kommen als Service viele Links und Aktionstipps.” (Greenpeace-Magazin)
“Das Thema ist ein schwer verdaulicher Brocken, doch die Mythen der globalisierten Welt werden leicht lesbar enttarnt. Spannend wie ein Krimi.” (Solidarität)
“Werner-Lobo schreibt einfach, verständlich und erklärt viel. Er hetzt nicht, sondern lässt Recherchiertes sprechen. Trotzdem kein Zweifel, auf welcher Seite er steht.” (Deutschlandradio)
“Beeindruckend, wenn der Autor schildert, wie er sogar Mitarbeiter des Bayer-Konzerns für fingierte Geschäfte mit Rohstoffen aus Afrika interessieren konnte, deren krimineller Hintergrund förmlich zu riechen war. Die juristisch offenbar stichfesten Formulierungen in kritischen Kurzporträts von zwanzig Firmen - darunter zielgruppenrelevante Konzerne wie Adidas oder H&M, Apple oder Nokia, Disney oder Mattel, Coca-Cola, McDonald’s oder Nestlé - zeigen, dass Werner-Lobo durchaus mit der gebotenen Sorgfalt schreiben kann.” (FAZ)
“Erfrischend geradeaus und klar. Diese Offenheit ist entwaffnend. Keine der Firmen, die
er an den Pranger stellt, hat bislang gegen das Buch geklagt. An mangelndem Rechtsbeistand wird es nicht liegen.” (taz)
“Klaus Werner-Lobo besitzt genügend Einblick in die Mechanismen der globalisierten Weltwirtschaft, um die Schuld für die Auswüchse eines wild gewordenen Kapitalismus nicht bei einzelnen habgierigen Managern oder erbarmungslosen Investmentfonds zu suchen.” (Südwind-Magazin)
“Klaus Werner-Lobo legt sich gerne mit Mächtigen an. Der Buchautor nimmt es mit milliardenschweren mulitnationalen Konzernen auf und versucht, Auswege aus der Kapitalismuskrise zu zeigen.” (OÖN)
“‘Uns gehört die Welt!’ als Pflichtlektüre für junge Menschen in den Schulen einzuführen, könnte eine Revolution herbeiführen. Machen Sie den ersten Schritt und lesen Sie dieses Buch nicht nur selbst, sondern empfehlen es jungen Menschen weiter.” (Sandammeer)
“Pflichtlektüre für alle bewussten KonsumentInnen.” (Megaphon)
“Das Buch ist sehr klug und nützlich!” (Jean Ziegler)